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BÜRSTENSCHLIFF DELOREAN DMC -12

 

Geschichte des Bürstenschliffs am Delorean DMC-12

Auf unserer Recherche des ursprünglichen Schliffbildes des Delorean DMC-12 haben wir uns allen erdenklichen Quellen bedient. Doch die Erfahrungen von Barrie Wills, Einkaufsleiter der damaligen DeLorean Motor Cars Limited, lieferten die besten Informationen.

„...The stampings were then shipped to Dunmurry. There the door outer and inners were clinched and spot welded, the rear quarters were assembled and, along with roof and front fenders, they were all hand brushed to provide a finish which was repairable in service. The machine grain finish was not. I’m confident had the company continued, elimination of the machined grain finish would have been explored as a cost saving. It did provide a good base for the the hand brushing though….“

Barrie Wills

Die rostfreien Edelstahlbleche wurden von der DMC Ltd. von BSC Stainless Steel in Sheffield, England, mit einer bereits geschliffenen Oberfläche gekauft. Diese wurden an Läpple Ireland in Carlow geliefert und dort in Form gepresst.

Die fertigen Teile wurden dann nach Dunmurry gebracht und dort für die Montage vorbereitet.

Es gab dort eine extra Abteilung, in der alle in Form gepressten Teile, wie Türen, Kotflügel, Dach und Haube, nachgeschliffen wurden. Dies geschah bevor die einzelnen Teile montiert wurden.

Dadurch konnten die kompletten Autos nach Ihrer Auslieferung bei Schäden und Kratzern leichter ausgebessert werden. Bei dem maschinellen Schliff ist das bis heute nicht möglich!

Es war während der Produktionsphase einkalkuliert, dass der maschinelle Schliff überschliffen wird und gänzlich verschwindet. Das maschinell hergestellte Schliffbild ist so nicht wieder herzustellen und war auch damals nicht so geplant.

Laut Barrie Wills wurden maschinell geschliffene Bleche genutzt, um Zeit und Geld zu sparen.

Bei einigen Fahrzeugen kann man dieses Verfahren noch deutlich erkennen. Somit ist neben dem maschinellen Schliff noch ein leichter streifiger Schleier zu erkennen. Dieser kommt vom Nachschleifen in der Fabrik.

Das Streifige ist auf das verwendete Schleifpapier zurückzuführen. Während des Nachschleifens wurde lediglich auf der Passivschicht an der Oberfläche geschliffen.

Dieses Verfahren war zu dieser Zeit ok, da die Panels ohne Abnutzungsspuren aus der Presse kamen und bereits die maschinelle Grundstruktur hatten.

Heute nach mehr als 30 Jahrzehnten bekommt man mit diesen Verfahren keine tiefen Kratzer und Pitting heraus.

Erst durch das Abtragen der Passivschicht des rostfreien Edelstahlbleches und anschließenden neuen Einbringen eines Bürstenschliffs gehören Kratzer der Vergangenheit an.