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MATERIALKUNDE

Kleine Materialkunde Edelstahl-Rostfrei:

V2A; 1.4301 (X5CrNi18-10), vormals AISI 304

Seit Erfindung des nichtrostenden Stahl im Jahre 1912 haben Hersteller und Verarbeiter unterschiedliche Handelsnamen verwendet, wie V2A/V4A, NIROSTA, REMANIT oder Cromargan.

Das Wort „Edelstahl” ohne den Zusatz „Rostfrei” reicht als Bezeichnung nicht aus; denn zu den Edelstählen gehören auch die Gruppen Edelbaustahl, Wälzlagerstahl, Schnellarbeitsstahl und Werkzeugstahl mit wesentlich anderen Gebrauchseigenschaften.

Edelstahl Rostfrei ist ein Sammelbegriff für nichtrostende Stähle. Diese enhalten mindestens 10,5% Chrom und weisen gegenüber unlegierten Stählen eine deutlich bessere Korrisionsbeständigkeit auf.

Das Legierungselement Chrom (Cr) führt mit diesem Mindestanteil zur Ausbildung einer sehr dünnen, aber fest haftenden und bei Verletzung selbst heilenden so genannten Passivschicht. Diese schützt das darunter liegende Metall.

Der beim Delorean DMC-12 verwendete nichtrostende Stahl trägt die Bezeichnung:
1.4301 (vormals AISI 304) und ist ein 18/10 Cr-Ni-Stahl.

Die Bezeichnung als V2A bezieht sich auf die 1912 gemachten Versuche. Die damals aus V für Versuch und A für Austenit gebildeten Bezeichnungen V2A standen für CrNi-Stahl V4A für CrNiMo-Stahl. Sie werden nach wie vor als Synonyme für Edelstahl Rostfrei gebraucht.
In den USA umgangssprachlich SS 304 (Stainless Steel 304).

1.4301 ist die erste kommerzielle nicht rostende Stahlsorte und heute mit einem Produktionsanteil von 33 % der am häufigsten eingesetzte rostfreie Stahl.
Dieser Stahl hat eine sehr gute Polierfähigkeit und eine besonders gute Verformbarkeit durch Tiefziehen, Abkanten, Rollformen etc. Er ist gegenüber Chloridionen nicht beständig.

Verwendung: Nahrungsmittelindustrie, Maschinenbau, Fahrzeugbau, usw.

Ungeeignet: für Anwendungen in Schwimmbädern und in Seewasser.

Lochkorrosion (Pitting)

Lochkorrosion (Pitting)

Lochkorrosion kann auftreten, wenn die Passivschicht örtlich durchbrochen wird. 

Wenn Chloridionen (verursacht u.a. durch Streusalz) vorliegen, können an diesen Stellen nadelstichartig Löcher entstehen. Die sich, bei Nichtbehandlung, in Schwerkraftrichtung durch das Blech fressen können. Durch Ablagerungen, wie Fremdrost, auf der Oberfläche wird die Gefahr einer Lochkorrosion verstärkt.